Hotmelt Technologie /
Auftragstechniken

balti verfügt über ein breites und sich stetig erweiterndes Sortiment an Auftragstechniken, welche praktisch alle geforderten Aufträge und Beschichtungen abdeckt.

Zu den traditionellen und eher einfacheren Techniken des Befüllens von Hohlkörpern sowie Punkt- und Raupenauftrag, gesellen sich vor allem die flächigen Auftragsvarianten (kontaktlos spritzen und sprühen, Walze, Schlitzdüse), bei denen es unzählige Formen und Techniken gibt, welche stetig verbessert und erweitert werden. Die zu klebenden Materialen, Formen und Zugangsmöglichkeiten zusammen mit den Anforderungen an das Endprodukt grenzen die Möglichkeiten ein und bestimmen zusammen mit dem Applikationsumfeld die mögliche Technologie. balti liefert Standard Anlagen und Auftragseinheiten sowie ganze Automatisationssysteme.

Aus einem oder mehreren, parallel geschalteten, beheizten Klebstoffventilen wird mit einer Runddüse Klebstoff appliziert. Je nach Klebstofftyp und geforderter Auftragsmenge wird für ein gewünschtes Umfeld das entsprechende Ventil mit Düse ausgewählt. Düseninnenleben, -spitze und -länge ergeben zusammen mit der Auftragsmethode (manuell, automatisch, Abstand zu Auftragsfläche, Auftragsgeschwindigkeit) ein entsprechendes Auftragsbild. balti hat drei pneumatisch angesteuerte Basisventile nach dem Nadelverschlussystem und unzählige Standard wie Sonderdüsen im Sortiment. Auch gibt es verdrängungsneutrale Ventile nach dem "Kugelhahnprinzip".

Speziell bei längeren Düsen wird eine Düsenheizung empfohlen. Falls der Klebstoff zur Fadenbildung tendiert, welche sich beim Wegfahren unerwünscht auf Sichtflächen ablegen könnte, kann balti mit verschiedenen Lösungsansätzen aufwarten.

Klebstoff kann kontaktlos aufgespritzt werden, was aber eher für niedrigviskose Hotmelt gilt, oder er wird mehrheitlich "appliziert". D.h. die Düse trägt z.B. eine Klebstoffraupe mit einer gewissen "Flughöhe" (Abstand Düsenspitze zu Auftragsfläche) auf. Die Raupe kann auch bewusst in die Breite gedrückt werden während dem Auftrag (Flachraupe: Austrittsmenge > Auftragsspalt)"

Bei den flächig aufgetragenen Methoden, ist die Sprühtechnik die wohl älteste und verbreiteste. Man hat schon früh versucht, auch Hotmelt mittels Luftunterstützung zu "zerstäuben". Doch leider gelingt diese einfache und verlockende Technik bei den viel höher liegenden Viskositäten wie bei der von Farbe, Dispersion oder lösungsmittelhaltigem Klebstoff nicht ganz so gut. Speziell bei den reaktiven Klebstoffen, mit relativ grossen Schwankungen der Klebstoffkonsistenz, ist das Sprühen immer wieder eine Herausforderung. Für einen beliebigen, flächigen Auftrag auf unförmige oder gar 3D Teile ist diese Auftragsmethode nicht wegdenkbar. balti bietet auch hier eine grosse Anzahl verschiedener Systemen, Ventile und Düsen. Mittels Kinematik meist luftunterstützt kann der Klebstoff kontaktlos aufgetragen werden. Je nach Konsistenz des Klebstoffes ergeben sich Tröpfchen, Fadenstücke, endlos Fäden usw. Mit entsprechender Düsenform können unterschiedlichste Muster erzeugt werden wie Kringel, "Feinstgewebe", Achterschleifen usw. Der Sprühstrahl ist für einen bestimmen Klebstoff je nach Düsenform, Luftmenge und Abstand Düse zu Substrat mehr oder weniger breit.

Speziell bei flächigen Zuschnittteilen, aber auch Endlosmaterial, kann der Klebstoff mit einem Walzengerät appliziert werden. Dabei wird ein dünner Film auf der Applikationswalze generiert. Wo das Substrat die Walze berührt, überträgt sich der Klebstoff auf dessen Oberfläche.

Grundsätzlich werden zwei verschiedene Walzentechniken angeboten: geschlossenes System mit Walze/Rakel-Prinzip bzw. das "offene Prinzip" mit Walze und Dosierwalze, wo der Klebstoff zwischen den Walzen liegt. Erstere Methode setzt balti meist bei kleineren Systemen bis 1m Auftragsbreite ein. Harte Platten sowie weiche und flexible Folien, Textilien-, Schaumstofflaminate usw. können halbautomatisch (manuell Laden / entnehmen) oder vollautomatisch durch die Anlage transportiert werden, wobei mit einer separat angetriebenen Gegenwalze ein dem Substrat entsprechender Spalt eingestellt wird und dieses an die Auftragswalze drückt.

Erkundigen Sie sich, warum viele Klebstoffhersteller und Kaschieranlagenbauer auf balti-Technologie schwören!

Analog der Runddüse wird der Klebstoff gezielt zur Schlitzdüse geführt, jedoch in Folge der Düsenauslegung in einer gewissen Breite auf ein flächiges Material appliziert. Die Schlitzdüse ist mindestens so breit wie die gewünschte Auftragsbreite. Je nach Applikation und Klebstofftyp wird die Düse entsprechend ausgelegt, damit dieser Film über die ganze Breite verteilt und gleichmässig aus dem Düsenspalt fliesst. Auch wenn über die Düsenbreite gewisse Auftragssegmente zu- und wegschalt- oder verstellbar (z.B. Gesamtauftragsbreite) ausgelegt und mit vorgeschalteten Ventilen und Dosierpumpen der Auftragsstart bzw. -ende gesteuert werden können, so ergeben sich praktisch nur rechteckige Auftragsmuster.

Düsentechnik von balti:

  • von wenigen Millimeter bis > 2 Meter
  • von wenigen gr/m2 bzw. Schichtdicken von 0.01 mm bis x mm 
  • von nieder- bis extrem hochviskosen Kleb- und Dichtstoffen oder gar irgendwelchen 1 und 2K Medien und Flüssigkeiten
  • speziell bei reaktiven Medien unschlagbar und "first choice", da hermetisch dicht und kontrollierter Durchfluss gewährleistet ist
  • von durchgehenden bis intermittierenden Auftragsbildern
  • von extrem langsamen bis zu Hochgeschwindigkeitsapplikationen von 50 m/min.
  • von grossflächigen Applikationen auf Papier, Folie, Stoff usw. bis Holzkanten oder Buchrücken
  • usw.