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Speichern / Fördern

Einmal aufgeschmolzen, muss der Kleber auf der entsprechenden Temperatur gehalten werden. Oft wird dieser erst auf dem Weg von der Schmelzanlage zur Auftragseinheit auf die erforderliche Applikationstemperatur gebracht. Dazu werden Heizschläuche unterschiedlichster Grösse und Länge eingesetzt. Für sehr hochviskose Medien und/oder längere Distanzen und falls der Druck aus der Schmelzanlage / Förderpumpe nicht ausreicht, setzt man sogenannte "Booster"-Pumpen zwischen zwei Schläuchen ein.

Auch wenn heute vielfach Dosierpumpen direkt an oder in der Auftragseinheit verwendet werden, so hat es dort zum Teil zu wenig Platz oder diese wird zu schwer für das Handling. In diesem Fall wird eine Dosierpumpe vorgelagert (wie eine "Booster"-Pumpe zwischen zwei Schläuchen).

Um in vollautomatischen Produktionslinien Gebindewechsel zu überbrücken werden Doppelanlagen (Tandem) oder ein Speicher aus dem umfassenden und einmaligen balti Speicherprogramm eingesetzt .

Heizschläuche dienen zum Transport von geschmolzenem Kleb- oder Dichtstoff. Z.T. wird der Schlauch auch zur Erhöhung der Temperatur benutzt (stufenweises Aufheizen vor allem bei reaktiven Hotmelt). Die integrierte Heizung und die aussen liegende Isolation sorgen für eine konstante Temperaturführung des Klebstoffes. Schlauch Typ, Innendurchmesser und Länge wird gemäss Klebstoffcharakteristik und Anforderungen, wie zu überbrückende Distanzen oder maximal erforderliche Fördermengen, ausgelegt.

  • Standard Längen = 2, 4, 6 und 8 m; Sonderlängen von 0.3 bis 12 m
  • Innen-ø = 6, 8, 10, 13, 16, 20 und 25 mm
  • Drücke bis 300 bar bei 200 °C
  • Teflon Seele (auch austauschbar erhältlich) thermische Isolation und Schutzummantelung
  • dampfdiffussionsdicht (Schutz gegen Feuchte) für reaktive Klebstoffe
  • Speziell konzipierte Schläuche für Roboteranwendung

Wo immer es auf einen präzisen Klebstoffauftrag in einem automatischen System ankommt, werden Dosierpumpen eingesetzt. Die zwischen Schmelzanlage und Auftragskopf eingesetzte hochpräzise Dosierpumpe fördert den Klebstoff in gewünschter Menge druck- oder volumengesteuert. Je näher die Dosierpumpe bei der Applikationsdüse, desto schneller und präziser kann geregelt werden.

Die Präzisionsdosierpumpe ermöglicht dank ihrer kurzen Reaktionszeit einen perfekten Klebstoffauftrag, der mit einem Roboter oder anderen mehrachsigen Systemen auch geschwindigkeitsabhängig gesteuert werden kann. Auch Anfang/Ende eines Auftrages kann optimal dosiert werden.

Mit dem Dosierpumpenventil (DPV), Dosierpumpe im Auftragskopf, hat balti schon vor Jahren eine bis heute unerreichte Leaderfunktion im Hotmelt-Bereich übernommen.

Höchste Leistung und Präzision bei geringst möglichem Gewicht!

siehe unter Auftragssysteme

  • Dosierleistung von 1 bis 20cm3/Umdrehung bzw. bis 1'000 cm3/min.
  • Genauigkeit <3% garantiert; effektiv meist <1%
  • Prozessüberwachungsmöglichkeiten für Volumen und Druck
  • für unterschiedlichste Düsen und Auftragsysteme

Förderpumpen sind meist Teil der Schmelzanlage, sofern nicht gleich mit einem Systemdruck (Drucktank, Kolbendruck auf Kleber/Gebinde) gearbeitet wird. Je nach Klebstofftyp und erforderlicher Förderleistung kann balti auf ein grosses Sortiment von Pumpen zurückgreifen:

  • Kolbenpumpen
  • Schneckenpumpen
  • Zahnradpumpen von 0.12 cm3/U bis 50 cm3/U bis 5l/min
  • Membranpumpen

Dank langjähriger Erfahrung sowie 100% in-house und stetiger Weiterentwicklung, steht balti ein extrem breites Sortiment zur Verfügung für beinahe jedes Medium von fast Wasser bis zu zähsten Kleb- und Dichtmassen mit bis zu x Mio. mPa*s Viskosität. Auch gibt es Lösungen um hochabrasive Medien wie z.B. Klebstoffe gefüllt mit Korund, zu fördern. Angetrieben werden Zahn- und Schneckenpumpen mit unterschiedlichsten Elektromotortypen und entsprechenden Reglern, je nach Leistung, Platzverhältnisse und Regelverfahren (Druck oder Drehzahl).

Gespiesen von einer balti Schmelzanlage und basierend auf dem balti Speicherprinzip, wird der Kolbendosierer zur stationären, nicht dynamischen Dosierung eingesetzt. D.h. es wird eine bestimmte Menge Kleber mit einem gewissen Druck bzw. Geschwindigkeit zum Befüllen oder Einspritzen in einen Hohlraum (siehe auch Verguss) benutzt. Falls dynamisch, z.B. mit einem Roboter, aufgetragen wird, eignet sich die Dosierpumpe viel besser. Auch da diese keinen "Ladezyklus" benötigt und praktisch unbegrenzt lange dosieren kann. Je nach Dosiermenge und Wahl des Kolbendosierers reicht eine Befüllung des Kolbens für ein oder mehrere Bauteile. Der Kolbenhub wie auch der Druck wird vielfach überwacht oder gar geregelt.

  • Kolbendosierer gibt es ab 2.5 bis 100cm3 und im Druckbereich bis 60 bar als Standardausführung
  • Sonderausführungen gibt es für Kleinstmengen, abrasive Medien usw.

Um die Zeit für einen Gebindewechsel zu überbrücken, kann als effiziente und preisgünstige Variante ein Speicher mit je nach Anwendung unterschiedlichen Förderantrieben zum Einsatz kommen. Dies vor allem in voll automatisierten Produktionslinien, wo ein Unterbruch für den Gebindewechsel nicht erwünscht ist. Natürlich dient der Speicher auch zum Abdecken von Spitzen im Klebstoffbedarf. In diesem Fall nennen wir ihn auch Kompensator. Je nach benötigter Genauigkeit, Druck und Förder- bzw. Dosierleistung wird am Speicher/Kompensator direkt oder mit einem Zwischenschlauch eine Zahnradpumpe als Förderantrieb oder zur Dosierung der Klebermenge eingesetzt.

Der Einsatzbereich des Speichers ist vor allem im Betrieb mit Fass- und Beutelschmelzgeräten, wo ein Gebindewechsel bei laufender Anlage nicht direkt möglich ist. Der Speicher ist auch eine preisgünstige Alternative zu Tandem- oder Doppelanlagen. Der Speicher als Kompensator wird hingegen vor einer Förder- oder Dosierpumpe eingesetzt oder direkt als Auftragsmengenstabilisator. Für Spezialanwendungen werden auch kolbenlose Kompensatoren eingesetzt.

Standard Speicher gibt es mit Inhalt von 0.1 bis 3 Liter und Kompensatoren von 2.5 bis 100 cm3.